Bitcoin erreichte am Mittwoch wieder positives Terrain, gerade als der Coronavirus-Impfstoff von Pfizer und BioNTech die britische Zulassung erhielt.

Die Arzneimittel- und Gesundheitsprodukt-Zulassungsbehörde des Landes gab die Zulassung am Mittwochmorgen bekannt. In der Zwischenzeit erklärten Pfizer und BioNTech, dass sie in den kommenden Tagen mit der Lieferung von Dosen des Two-Shot-Impfstoffs nach Großbritannien beginnen werden. Damit wurde der erste wichtige Meilenstein bei der Eindämmung des Virus erreicht, das Dutzende Millionen Menschen infiziert und weltweit mehr als 1,5 Millionen Menschen getötet hat.

UPSIDE

Die erste Reaktion des Bitcoin-Markts auf die Impfstoffzulassung war positiv.

Die Benchmark-Krypto-Währung stieg um bis zu 2,99 Prozent und erreichte vor der Eröffnungssitzung in London ein Intraday-Hoch von 19.340 US-Dollar. Die Kursgewinne folgten auf einen depressiven Dienstag, an dem der Kurs vor dem Schlusskurs um etwa 1.000 Dollar einbrach, was auf Gewinnmitnahmen unter den Tageshändlern auf den jüngsten Rekordhochs hindeutet.

Technisch gesehen bereitete der Rückprall Bitcoin Revolution darauf vor, sein am Vortag aufgestelltes Rekordhoch erneut zu testen. Ein Kryptowährungshändler kommentierte, dass er bereit sei, seine Longziele in Richtung 19.964 $ auszudehnen, und bemerkte, dass „[die] Aufwärtsbewegung offiziell ausgelöst“ worden sei. Im Grunde schien es wie ein Signal für eine weitere Anpassung auf ein Rekordhoch.

BITCOIN IMMUNE

Bitcoin blieb bisher immun gegen Nachrichten über erfolgreiche Impfstoffversuche, da mehr Mainstream-Investoren seine bullishe Ausrichtung befürworteten oder einen Teil ihrer Portfolios dafür zur Verfügung stellten.

So kam beispielsweise der Impfstoff von Pfizer-BioNtech um den 11. November herum mit einer Wirksamkeit von 90 Prozent heraus. Er löste einen Ausverkauf auf dem Goldmarkt aus, hatte jedoch keinen Einfluss auf andere sichere Häfen, wie z.B. Bitcoin. Das bewies ein wenig, dass die Kryptowährung auf dem Weg ist, sich von den traditionellen Märkten abzukoppeln.

In der Zwischenzeit stieg der Bitcoin-Preis auch deshalb, weil viele Ökonomen die Idee begrüßten, dass ein prospektiver Impfstoff die Inflation erhöhen würde.

Sie stellten fest, dass der Schutz vor COVID – die wirtschaftliche Erholung in den USA ankurbeln würde, so dass die Menschen mehr ausgeben könnten, als sie sparen. Dies würde den Preisindex für persönliche Konsumausgaben, den Maßstab der Federal Reserve für die Inflation, erhöhen. Die US-Zentralbank geht davon aus, dass sie das jährliche Inflationsziel von 2 Prozent unter Verwendung desselben Maßstabs erreichen wird.

Die Bitcoin-Bullen behandeln die Kryptowährung angesichts ihrer begrenzten Angebotsobergrenze von 21 Millionen Token als einen Vermögenswert zur Inflationsbekämpfung. Auf der anderen Seite hat der US-Dollar keine solche Angebotsbeschränkung. In einem inflationären Umfeld neigt der Dollar dazu, tiefer zu fallen. Er fiel sogar am Mittwoch nach der britischen Impfstoffzulassung.

Daher glauben die Bullen, dass große Firmen, die auf bärischen Dollarreserven sitzen, schließlich einen Teil davon für Bitcoin umtauschen würden. Infolgedessen wird der BTC/USD-Wechselkurs steigen.

In der Schweiz befinden sich rund 850 Milliarden Fiat-Devisen in der Zentralbank. Alle verlieren jedes Jahr an Wert durch die Inflation. Eine Zuteilung von 1% #bitcoin würde ihnen 420.000 BTC und in 100 Jahren den Mond und vielleicht auch den Mars kaufen.

Insofern sieht Bitcoin angesichts der Aussicht auf eine wirtschaftliche Erholung durch den Impfstoff gestärkt aus.